Die 4% Regel war gestern – kommt jetzt die 5,5% Regel?

Die 4% Regel war gestern – kommt jetzt die 5,5% Regel?
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Bin ich bisher doch immer als Kritiker der 4%-Regel aufgetreten, präsentiere ich heute einen Weg die sichere Entnahmerate für den 30-jährigen Zeitraum auf über 5,5% anzuheben. In den letzten Wochen musste mein Computer oft Schwerstarbeit leisten. Viele Stunden wurde gerechnet, und weil die Ergebnisse so verblüffend sind, wurde alles sogar zwei Mal gerechnet und gründlich überprüft. Ich gebe zu, von dem Ergebnis war ich zunächst auch selbst überrascht.

Wir kennen die Diskussionen zum Thema Asset Allokation während der Entnahmephase bereits aus den Kommentaren. Die zentrale Frage lautet: kann die sichere Entnahmerate durch den Einsatz eines Puffers gesteigert werden? Der Puffer soll uns vor dem berühmt berüchtigten Sequence of Return Risk schützen. Verhindern, dass wir direkt zum Start der Entnahmephase im Falle eines Crashs Aktien bei geringer Bewertung verkaufen müssen. Ich habe deshalb mein Rechentool erweitert, um die benötigten Simulationen durchführen zu können. Die heute vorgestellte Methode hat nicht nur einen positiven Effekt auf die sichere Entnahmerate, sondern ist auch einfach in der Umsetzung und verursacht keine zusätzlichen Kosten. Klingt spannend, oder?

Antizyklische Investments wirken positiv auf die sichere Entnahmerate

Wird die sichere Entnahmerate mit historischer Simulation bestimmt, hängt das Ergebnis von der Länge und Stärke der historischen Kurseinbrüche ab. Je länger und stärker die im zugrundeliegenden Zahlenmaterial enthaltenen Krisen, desto geringer die resultierende sichere Entnahmerate. Daher führen Simulationen, die auch die Weltwirtschaftskrise ab 1929 berücksichtigen, regelmäßig zu den geringsten Entnahmeraten.

Durch eine geschickte Kombination von Aktien mit antizyklischen Investments lässt sich die Wirkung historische Kurseinbrüche abmildern und so die sichere Entnahmerate steigern. Antizyklische Investments sind Instrumente, deren Rendite idealerweise negativ mit der Aktienrendite korreliert sind. Geht es am Aktienmarkt runter, dann gewinnen antizyklische Investments an Wert und umgekehrt. Das Ergebnis ist eine deutliche Reduktion der Portfoliovolatilität, was positiv auf die sichere Entnahmerate wirkt. Das ist nicht neu. Diverse Studien bestätigen: durch die Beimischung von Cash, Staatsanleihen oder Gold kann die sichere Entnahmerate signifikant gesteigert werden. Es stellen sich nun die folgenden drei Fragen:

1) Was wird beigemischt (Cash, Staatsanleihen oder Gold)?

2) Wieviel wird davon beigemischt?

3) Wie entwickelt sich das Mischungsverhältnis / die Asset Allokation im Zeitablauf?

Zu den ersten beiden Fragen gibt es schon einige Untersuchungen. Ich möchte diese aber trotzdem noch einmal vor dem Hintergrund der Märkte im Jahr 2020 aufgreifen. Für die dritte Frage werden wir heute jedoch eine völlig neue Antwort finden, die ein bekanntes Problem löst.

Beantworten wir zuerst die Frage nach der idealen Portfolio-Ergänzung

Die allermeisten Studien zum Thema sichere Entnahmerate betrachten eine Kombination aus Aktien und Staatsanleihen. So z.B. auch die berühmte Trinity Study auf der die 4% Regel basiert. Die Studie zeigt, dass die sichere Entnahmerate durch eine Kombination von Aktien und Staatsanleihen gegenüber einem 100%igen Aktienportfolio erhöht werden kann. Denn Staatsanleihen reduzieren die Portfoliovolatilität und tendieren zu antizyklischem Verhalten. Der Mechanismus funktioniert wie folgt: kommt es zum Crash, senken die Notenbanken zur Unterstützung der Wirtschaft den Leitzins. Durch die Zinssenkung steigen in Folge die Anleihepreise, die Verluste am Aktienmarkt werden somit zum Teil kompensiert und der maximale Verlust reduziert.

Auf meinem Blog habe ich bisher aber immer mit einer 100%igen Aktienquote gerechnet – warum? Ich persönlich bezweifle schon länger, dass das oben beschriebene Zusammenspiel von Staatsanleihen und Aktien in der heutigen Zeit noch zuverlässig funktioniert. Und die jüngste Krise hat meine Vermutung bestätigt: während der aktuellen Corona-Krise sind die Preise von Bundesanleihen, also 10-jährige Deutsche Staatsanleihen, nicht wie sonst üblich gestiegen, sondern sogar gefallen! Dies hatte technische Gründe: viele Banken waren gezwungen Staatsanleihen und auch Gold zur Generierung von Liquidität zu verkaufen.

Die Erwartung weiter sinkender Zinsen konnte nicht gegenhalten, da es einfach kein Potential mehr für weitere Zinssenkungen gibt. Im Jahr 2018 kam die Princeton University in dem Forschungspapier „The Reversal Interest Rate“ zu dem Schluss, dass ein Leitzins unterhalb von -1% nicht mehr unterstützend, sondern kontraproduktiv wirkt. Diese Erkenntnis ist inzwischen von den meisten Marktteilnehmern akzeptiert. Und ohne die realistische Möglichkeit weiter fallender Zinsen können die Preise von Staatsanleihen nicht mehr steigen. Der antizyklische Effekt blieb also aus. Hinzu kommt: das Halten von Staatsanleihen hoher Bonität verursacht heutzutage Kosten. Die nominale Rendite 2-jähriger Schatzbriefe liegt aktuell bei -0,7%. Berücksichtigt man auch die Inflation, liegt die reale Rendite sogar bei -2,5%!

Daher halte ich in der heutigen Zeit Cash und Gold für besser geeignet. Dieser Artikel zeigt im 2. Teil, dass eine Beimischung von Cash und Gold einen positiven Effekt auf die sichere Entnahmerate hat. Im Ergebnis scheint Gold deutlich besser abzuschneiden, was ebenfalls an den niedrigen Zinsen liegt. Denn während Gold im Zeitablauf aus realer Sicht bisher wertstabil blieb, nagt die Inflation stetig am zinslosen Cash-Topf. In der Konsequenz ist auch die reale Rendite von Cash aktuell negativ.

Somit ist die erste Frage für die aktuelle Marktsituation beantwortet: der eine oder andere Leser wird etwas über den eigenen Schatten springen müssen. Aber es empfiehlt sich beim gegenwärtigen Zinsniveau während der Entnahmephase dem Aktienportfolio eine ordentliche Portion Gold beizumischen.

 

Kommen wir zu Frage Nr. 2 – wieviel Gold soll es idealerweise sein?

In dem oben erwähnten Artikel untersuche ich eine Gold-Beimischung von 10% und 20%. Es stellt sich heraus, dass 20% Gold besser für die sichere Entnahmerate sind als 10% Gold, das Optimum haben wir aber noch nicht gefunden. Daher habe ich die Untersuchung weiter ausgedehnt, und in 5%-Schritten untersucht welcher Einfluss sich auf die sichere Entnahmerate ergibt. Die folgende Grafik stellt auf Basis des S&P 500 das Ergebnis für unterschiedliche Längen von Entnahmeperioden bis maximal 50 Jahre dar:

Das Ergebnis ist interessant: unabhängig von der Länge der Entnahmephase, liegt die optimale Asset Allokation bei 60% Aktien (Achtung: S&P 500, nicht MSCI World) und 40% Gold. Man kann hier auch schon erkennen, dass das Maximum für den 30-jährigen Entnahmezeitraum wie in der Artikelüberschrift angekündigt bei ca. 5,5% liegt. Und noch etwas fällt bei genauer Betrachtung auf: die sichere Entnahmerate für einen 10%igen bzw. 20%igen Gold-Anteil liegt in der Grafik über den Ergebnissen aus dem zuvor genannten Artikel. In diesem bin ich nämlich davon ausgegangen, dass die Asset Allokation über die gesamte Dauer der Entnahmephase konstant bleibt. Doch um die Werte aus der Grafik zu erreichen, darf die Asset Allokation im Zeitablauf nicht konstant bleiben. Vielmehr muss der Aktien-Anteil im Zeitablauf wieder hochgefahren werden. Denn unser Gold-Puffer wird nur am Anfang der Entnahmephase benötigt, wenn uns das Sequence of Return Risk besonders gefährlich werden kann. Langfristig sollten wir aber besser nicht auf die hohen Renditen am Aktienmarkt verzichten. Die ultimative Frage lautet daher:

Wie sieht die optimale Asset Allokation im Zeitablauf aus?

Der eine oder andere Leser kennt den Begriff Cash-Zelt. Dieser wurde in der U.S. amerikanischen FiRe community geprägt. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Cash Puffer, der gegen Ende der Ansparphase aufgebaut, und ab Beginn der Entnahmephase wieder abgebaut wird.

Das Cash Zelt sieht grafisch dargestellt wie ein Zelt aus. Gleichzeitig kann der Begriff Zelt aber auch mit Schutz in Verbindung gebracht werden. Und auch dieser Zusammenhang wäre treffend, da uns ein Cash Zelt vor dem Sequence of Return Risk während der Entnahmephase schützt. Uns soll heute egal sein wie dieses am Ende der Ansparphase optimalerweise aufgebaut wird. Diese Frage erfordert eine separate Untersuchung. Stattdessen stellen wir uns vor, dass zu Beginn der Entnahmephase statt einem Cash-Zelt aus den bekannten Gründen ein Gold-Zelt mit der oben als optimal bestimmten 60/40 Aufteilung bereitsteht.

Es gibt zahlreiche Studien, die untersuchen, welche Form das Cash Zelt in der Entnahmephase idealerweise haben soll. Manche sagen, der Puffer soll über 5 Jahre verbraucht werden, manchmal liest man auch von 10 Jahren. Die Regel ist dabei ein linearer Verlauf. Aber auch stufenartige Verläufe, bei denen z.B. in den ersten 5 Jahren jeweils 15% des Puffers verbraucht werden, um dann anschließend die verbleibenden 40% über weitere 5 Jahre jeweils 8% zu reduzieren, werden gelegentlich empfohlen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Am Ende lässt sich jedes Problem überoptimieren

Und genau dieser Aspekt ist problematisch: für jede einzelne Zeitreihe lässt sich rückblickend der optimale Verlauf bestimmen. Das Problem ist jedoch, dass dieser maßgeschneiderte optimale Verlauf bei anderen Daten plötzlich nicht mehr der optimalen Lösung entspricht. Es wurde also keine echte, allgemeingültige Lösung gefunden. Stattdessen ist der Verlauf im Rahmen einer Überoptimierung nur für das zugrunde liegende Zahlenmaterial optimal.

Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung, die frei von Überoptimierung und universell einsetzbar ist: die Entnahme entsprechend der Asset Allokation! Die Idee dabei ist folgende: zum Start der Entnahmephase haben wir uns für ein Portfolio aus 60% Aktien und 40% Gold entschieden. Würden wir diesem Portfolio 1.000 Euro entnehmen, dann würden davon 600 Euro aus dem Aktientopf und 400 Euro aus dem Goldtopf stammen.

Stellen wir uns nun vor, dass es unmittelbar nach Beginn der Entnahmephase zu einem Börsencrash von 50% kommt, während der Goldpreis unverändert bleibt. Der Anteil Gold im Portfolio steigt dann auf ca. 57%. Dementsprechend werden auch 57% des Entnahmebetrags durch Gold-Verkäufe generiert, das Aktienvermögen wird dagegen relativ betrachtet geschont. Anders wäre es, wenn der Start der Entnahmephase von einem Boom begleitet wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde in diesem Szenario der Aktienanteil weiter ansteigen. Der Puffer würde geschont, und steht für einen späteren Crash bereit.

Eine dynamische Asset Allokation ist während der Entnahmephase stets besser als eine statische Asset Allokation 

Soweit die Idee, es folgt die Praxis. Ich habe diese Methode in diversen Simulationen untersucht, das Ergebnis ist eindeutig und faszinierend: Diese Strategie generiert immer und ausnahmslos einen signifikanten Vorteil! Der folgende Chart grenzt den Effekt für verschiedene Längen der Entnahmephase ab:

Jeder einzelne Balken steht für eine Dauer der Entnahmephase, ganz links 15 Jahre und ganz rechts 60 Jahre. Jeder einzelne Balken besteht darüber hinaus aus drei Segmenten. Das unterste grüne Segment ist die Entnahmerate eines 100% Aktienportfolios. Weicht man von einer 100%igen Aktienquote ab, und stellt stattdessen auf eine statische 60% Aktien und 40% Gold Allokation um, steigt die sichere Entnahmerate um das blaue Teilsegment weiter an. Diesen Effekt hatten wir bereits vor 5 Wochen herausgearbeitet. Wechselt man nun auch noch von einer statischen auf eine dynamische Assekt Allokation, wie zuvor beschrieben, steigt die sichere Entnahmerate weiter um den roten Teil an. Übrigens: die Ergebnisse basieren auf den Marktdaten von 1975 – 2020 und berücksichtigen bereits ein TER von 0,2%.

Der aufmerksame Leser mag sich fragen, warum ich immer wieder den S&P 500 hervorgehoben habe. Im Laufe der Berechnungen habe ich nicht nur den S&P 500 sondern auch den MSCI World zugrunde gelegt. Und zu meinem großen Erstaunen, schneidet der MSCI World deutlich weniger günstig ab. Statt 5,52% sichere Entnahmerate nach S&P 500 beträgt, wenn man MSCI World zugrunde legt, die sichere Entnahmerate für den 30-jährigen Zeitraum nur noch 4,19%. Es zeigt sich wiedermal, wie sehr die Ergebnisse vom zugrundeliegenden Zahlenmaterial abhängen. Wer auf fremde Studienergebnisse zugreift, kann gar nicht vorsichtig genug sein. Betrachten wir in der folgenden Grafik die sichere Entnahmerate für verschiedene Längen von Entnahmephasen und Start-Allokation auf Basis des MSCI World:

Auch hier hat die vorgeschlagene Methode einen signifikant positiven Effekt. Doch während sich beim S&P 500 eine Aktienquote von 60% empfiehlt, sollte auf Basis des MSCI World die Aktienquote idealerweise 80% betragen. Wo die Zukunft liegt, kann niemand sagen. Wer aber auf die sichere Entnahme gemäß der 4% Regel setzen möchte, der sollte vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsen einen Gold-Puffer zum Start der Entnahmephase vorsehen. Optimisten, die wie Warren Buffet davon überzeugt sind, dass die USA auch künftig der hoch innovative Weltwirtschaftsmotor sein werden (never bet against america), dürfen auf 5,5% hoffen.

Die hier vorgestellte dynamische Asset Allokation führt ausnahmslos zu besseren Ergebnissen. Und das schöne daran ist, dass der Verlauf der Asset-Allokation im Zeitablauf nicht fest vorgegeben ist, sondern vom Verlauf der Marktentwicklung abhängig ist. So ist gewährleistet, dass der Puffer nicht unnötigerweise zu früh verbraucht wird, sondern genau dann wirkt, wenn wir diesen benötigen. Es ist lediglich erforderlich vor jeder Entnahme kurz zu prüfen, welchen Anteil die einzelnen Bestandteile am Gesamtportfolio haben, um dann der Gewichtung entsprechend die richtige Menge an Anteilen der einzelnen Assets zu verkaufen.

Fazit

Die hier vorgestellte Entnahmestrategie zeigt, dass während der Entnahmephase eine dynamische Asset Allokation einer statischen Asset Allokation überlegen ist. Dies liegt dran, dass das Sequence of Return Risk uns nur zu Beginn der Entnahmephase gefährlich werden kann. Für das langfristige Überleben des Portfolios ist es jedoch erforderlich den Aktienanteil, und damit auch die erwartete Rendite wieder hochzufahren. Gleichzeitig liefert die Strategie auch eine allgemeingültige Antwort auf die Frage, wovon die Entwicklung der Asset Allokation im Zeitblauf abhängig gemacht werden sollte. Das Portfolio passt sich quasi auf natürliche Art und Weise an, und lässt so im Voraus ein optimales Ergebnis erwarten. Es zeigt sich: mit der richtigen Technik können die Entnahmen ohne zusätzliche Kosten signifikant gesteigert werden.

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Bernd
Bernd
1 Monat zuvor

Hallo Georg, danke für Deinen Beitrag. Ich hab mich nun gefragt, wie Du genau die „statische Strategie“ definierst. Hast Du dabei angenommen, dass Du ein Rebalancing vornimmst oder dass Du einmal in dem vorgegeben Verhältnis kaufst und dann auch immer im gleichen Verhältnis entimmst?

Karl
Karl
1 Monat zuvor

Mal wieder ein schöner Artikel Georg !

Ich noch lange davon entfernt mein Depot zu entsparen, beschäftige mich aber auch schon länger mit „Entspar-Thematik“.
Offensichtlich kommst du hier zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie Karsten von „Earlyretirementnow“, (Teil 24 der Reihe https://earlyretirementnow.com/safe-withdrawal-rate-series/). Allerdings kann er nur schlecht die Finger von Anleihen lassen ;).

An deinen Ergebnissen würden mich drei Dinge interessieren:
1. Nur zum Verständnis die Frage: Du bist gegen einen Verbrauch des Gold-Anteils in der ersten Phase des Entsparens, weil sich hierfür keine allgemein gültige Regel finden lässt. Aus jeder Zeitreihe würde sich eine unterschiedliche Empfehlung herauskristalisieren. Aus diesem Grund bleibt die dynamische Entnahme, bis zur „letzten Entnahme“ bestehen?

2. Da ich bereits mehrere dieser Backtestings gesehen habe, frage ich mich langsam wie Ihr diesen, für uns so ergiebigen Zahlenzauber überhaupt hin bekommt? Nur Excell oder andere Software, Woher kommen die Daten, ? Ich finde das sehr spannend !

3. Wie würdest du das Gold abbilden wenn du es so umsetzt? Physiches Gold wäre mir da zu heikel und aufwendig … (Aufbewahrung, Verkauf…etc). Da bleibt dann noch Etf wenn ich mich nicht täusche. Damit hab ich „noch“ Bauchschmerzen glaube ich, denn hier besitze ich das Gold nur auf dem Papier oder ?

Bitte weiter so !
Gruß
Karl

Dagoberts Nichte
1 Monat zuvor

Hi Georg,
super Artikel, vielen Dank! Ich bin noch weit entfernt vom Start des Entsparens, aber genau diese Frage stand bereits länger auf meinem To Do-Zettel, hier zu recherchieren.
Ein Satz, der mich verwirrt ist dieser hier aus dem Fazit: „Für das langfristige Überleben des Portfolios ist es jedoch erforderlich den Aktienanteil, und damit auch die erwartete Rendite wieder hochzufahren“. Ich verstehe die dynamische Strategie so, dass man hier eben gerade kein Rebalancing zwischen Aktien und Gold vornehmen würde, sondern quasi „den Markt“ entscheiden lässt, in welchem Verhältnis man entnimmt. In dem Fazitsatz klingt es so, als würdest du aktiv etwas unternehmen („hochfahren“). Kannst du das noch mal erläutern?
Persönlich habe ich mit Gold noch ziemlich Bauchschmerzen, aber ich lese mir gerne noch deinen zweiten Artikel durch, vielleicht stimmt der mich ja um 😉
Viele Grüße
Jenni

Marius
Marius
Reply to  Georg
1 Monat zuvor

Hi Georg,

hast du auch Steuern berücksichtigt? Gold hat in den letzten 10 Jahren rund 4,75% p.a. gemacht. Das entspräche eine Rendite von 6,45% vor Steuern wenn man es mit Anleihen vergleicht, da die Rendite von Gold steuerfrei ist.

VG Marius

Thomas
Thomas
1 Monat zuvor

Moin, ich empfehle dir dieses Video.
Dort wird zur Zeit von einer sicheren Entnahmerate von 2,5% ausgegangen 🙂
https://www.youtube.com/watch?v=3BScK-QyWIo
Und Weiterhin zum Thema Gold:
https://www.youtube.com/watch?v=ulgqlQWlPbo

Bernd
Bernd
1 Monat zuvor

Hallo Georg,

vielen Dank für den Artikel!

hier meine Gedanken dazu:
die von Dir vorgestellte dynamische Asset-Allokation (im Vergleich zur statischen) bewirkt, dass sich die Asset-Allokation in Prozent durch die jweiligen Auszahlungen nicht verändert (da die Auszahlung im gleichen Verhältnis wie aktuelle Allokation erfolgt). Wenn man davon ausgeht, dass wahrscheinlich in allen Zeiträumen >= 30 Jahren die Aktien stärker steigen als Gold, wird de Facto die Goldquote über die Zeit reduziert. Eine Überschlagsrechnung mit langfristigen Werten von Gerd Kommer https://www.gerd-kommer-invest.de/gold-als-investment/: 0,6% Realrendite Gold versus 5,0% Aktien global ergeben bei einer Startallokation von 40%/60% nach 30 Jahren eine Aufteilung von ca. 15%/85%. Damit hat man in etwa den rechten Teil des Zeltes nachgebildet. Aber eben dynamisch, mit einer einfachen Regel und ohne die Quote des „Puffers“ komplett auf null herunterzufahren.
Soweit erst mal nice.

Mein Frage dazu:
Kommt die „Über-Performance“ vielleicht einfach daher, dass die Aktienquote im Vergleich zum statischen Asset-Allokation in den späteren Phasen erhöht ist? Es wäre deshalb interessant zu sehen, wie sich die statische Asset-Allokationsstrategie im Vergleich schlägt wenn man analog die Aktienquote über die Zeit erhöht.

Schönes Wochenende, Bernd

Bernd
Bernd
Reply to  Georg
1 Monat zuvor

Hi Georg,

Danke für die gewohnt fixe Antwort.
Meine Frage ging in die Richtung ob der statische Ansatz (inkl Rebalancing) bei gleichzeitig über die Zeit gesteigerter Aktienquote vielleicht noch mal deutlich über dem dynamischen Ansatz liegt. Man würde ja sowohl sich steigernde Aktienquote als auch Rebalancing / Return to Mean Effekt ausbeuten. Und über die positiven Effekte von Rebalancing hattest Du ja auch schon mal berichtet.

Viele Grüße Bernd

Joerg
Joerg
1 Monat zuvor

Super, Georg, vielen Dank!

– was ist mit Gold-Verbot? (also weite Simulationszeiten 1933-1973 war Gold gar keine Option? kann dann die Simulation mit diesem Zeitraum ueberhaupt Sinn machen? Gold war da doch keine reale Option, oder?)
– eine Ausweichmoeglichkeit waeren evtl Gold-Minen-ETFs (oder andere neg. korrelierte Asset-Teile des Aktienmarktes) ggfls LAs (aber kurze Historie) leider ohne steuerliche Vorteile wie zB Xetra-Gold?
– koennte es sein, dass die Zentralbanken zukuenftig, gar keine laengeren Rezessionen mehr zulassen? Wenn es so waere braeuchte man keine Angst vor langen Drawdowns haben und braeuchte Aktien kaum zu diversifizieren (nur ein Mini-Zelt?), eher Angst vor Stagflation?

LG Joerg

Felix
Felix
1 Monat zuvor

Vielen Dank Georg.

1.Kannst du ggf. am Ende solcher Artikel immer kurz darauf verweisen, welche Berechnungsgrundlage zugrunde liegt? zB Zugrunde liegt eine Datenreihe 1975 bis heute. Hierbei wurde ein max Drawdown der Weltwirtschaftskrise/ der Ölkrise von x % als Ausfallwarscheinlichkeit zugrunde gelegt…

2.Mich würde interessieren, inwiefern sich in die 20% (MSCI World) Cash/Goldzelt ein Wertpapierkredit einbauen lässt . Kann ich zB. nur 10% Gold halten und im Fall eines größeren Crashs in den ersten 5-10 Jahren auf die (virtuellen) 10% des Kredits zugreifen, wenn die echten 10% Gold verbraucht sind?

Nach 5-10 Jahren ohne Crash bin ich eh durch das Gröbste durch und die 10% dynamisches Cash/Gold reichen völlig aus. Findet sich hierfür eine einfache allgemeingültige Regel?

Vorteil: ich kann in der Ansparphase eine höhere Aktienquote fahren /das Cash/Goldzelt später aufbauen.

Familien Finanzen im Griff
1 Monat zuvor

Hallo Georg,

wirklich klasse und spannender Beitrag zur Entnahmephase… Ich finde deine Ansicht sehr interessant und werde es in meinem Finanzplan mal mit einfließen lassen. Du hast dir da wirklich richtig viel Mühe gegeben, Danke.

Gruß Stefan

Joerg
Joerg
1 Monat zuvor

Lieber Georg,

beim zweiten Lesen kamen noch folgende Fragen hoch:

– hast Du eine MonteCarloSimulation (MCS) mit der Datenreihe 1975-2020 gemacht?

Karsten beschreibt (https://earlyretirementnow.com/2018/01/24/random-walk/ siehe: Implication 3: Beware of Monte-Carlo Simulations), weshalb einfache MCS problematisch ist.

Oder hattest du eine MCS-Variante genommen/simuliert, die das „Gedaechtnis-des-Marktes“ (Kurse entwickeln sich direkt nach Crashs nicht random, sondern mit starker mean-reversion) beruecksichtigt?

– mich wuerde interessieren, wie der MSCI ACWI IMI (also das ultimative WeltAktien-Portfolio) abgeschnitten haette (also mit SmCap und EM Anteil). Zumindest bei Dotcom und HousingBubble-Crash haetten zB 60% World 20% SmC und 20% EM besser als S&P500/MSCI World bei Entnahme abgeschnitten (weil die Erholungen SmC/EM jew. dynamischer verlaufen waren als World)!

ACWI und SmC (in USD, Price) gibt’s immerhin ab E.Dez.1987 frei hier: https://app2.msci.com/products/indexes/performance/regional_chart.html?asOf=May%2025,%202020&size=36&scope=R&style=C&currency=15&priceLevel=41&indexId=13#

LG

Joerg

Joerg
Joerg
Reply to  Georg
1 Monat zuvor

Danke Georg,

aber wie hast du es dann in Abb.1 mit 50 Jahren und in Abb.3 u. 4 mit 60 Jahren Entnahme gemacht (1975-2020 = 45 J?)?

LG

Joerg

Peter Meinl
1 Monat zuvor

Hmmm, ich bevorzuge den safety-first Ansatz (safety-first oder probability-based:The Yin and Yang of Retirement Income Philosophies), also mein Grundeinkommen über eine Versicherung abzudecken, ergänzt um einen All-World ETF. Das Langlebigkeitsrisiko kann eine Versicherung wie die DRV durch poolen des Risikos vieler Renter besser abdecken als die beste individuelle Entnahmestrategie aus einem ETF Portfolio. Wenn der schöne selbstgebastelte Entnahmeplan schiefgeht (z.B. bedeuten 90% Erfolgswahrscheinlichkeit ja auch 10% Wahrscheinlichkeit für Misserfolg) dann müssen das am Ende die Mitbürger oder das soziale Umfeld auffangen.

Übrigens ist die Absicherung gegen das Sequence of Return Risiko eines ETF Entnahmeplans ist schwieriger man meinen mag:The Ultimate Guide to Safe Withdrawal RatesBesonders interessant fand ich: „Myth #2: Flexibility has to last only as long as the downturn“ in Part 24: Flexibility Myths vs. Reality

Karl
Karl
1 Monat zuvor

Die 4% Regel war gestern. So weit so richtig.

Wer gerne über einen langen Zeitraum entsparen will, der stellt sich aber lieber auf eine 2,x (wohl so 2,8) Regel ein und dass bei der klassischen Aufteilung 75 breit gestreute Aktien ETF plus 25% Risikoarm und Rebalancing. Wenn es dann besser kommen sollte ist die Freude um so größer und man kann dann das Trinkgeld im Seniorenheim erhöhen. Und immer dran denken „Risikoarm“ ist der Teil der nicht auf einmal futsch sein kann oder die Hälfte weniger wert. Für viele Menschen, können das rotierende Festgeldkonten sein. Wer viele hunderttausende Euro hat für den wird es schon schwieriger. Da kommt man um Staatsanleihen nicht herum.

Aber wer die Wahrscheinlichkeit arm zu sterben massiv anheben möchte kann natürlich auch die Goldquote auf 40% anheben.

Rainer
Rainer
1 Monat zuvor

@Georg: „…Derzeit besitze ich aber noch kein Gold. Ich muss mich erst noch damit anfreunden…“

Echtes Gold (2 kleine Barren) hat etwa 4% Anteil an meinem Portfolio. Obwohl Gold am besten durch Corona gegangen ist werde ich nie mehr als 5% halten wollen. Gold wirft nämlich keine Zinsen ab, es ist viel mehr ein hoch-spekulativer Rohstoff mit einem beachtlichen politischen Risiko. Was wenn es Staaten (wieder einmal einfallen sollte) Gold zu verbieten oder bei Verkäufen mitzuschneiden?

Gold-Papiere (z.B. ETCs) würde ich nie einsetzen, denn es sind und bleiben nur Papiere. Ich glaube auch keinem Gold-Experten der nun das „goldene Jahrzehnt“ kommen sieht.

Mein Gold-Anteil ist eine kleine Diversifikation im Portfolio, eine kleine Absicherung, und vielleicht einmal ein Teil den ich vererben werde.

Gold für die Entnahmephase ist völlig ungeeignet. Es macht ja schon wegen der Kosten (Spreads) überhaupt keinen Sinn Goldmünzen zu horten.

Sven
Sven
1 Monat zuvor

Hi Georg,
 
eine Frage und eine Anmerkung hierzu. 🙂
 
1. du schreibst nicht so richtig, wie die zugrundeliegenden Kursverläufe in die Berechnung einflossen. Also: starten alle Portfolios z.B. 1940? Sind das rollierende Werte? Dann hätten wir ja aber pro Laufzeit eine Verteilung (30-jähriges Portfolio startet 1940, 1941, 1942, …) und keinen eindeutigen Wert.
 
2. Das Entnahmeproblem an sich betrachtet ist natürlich spannend, aber wir sprechen ja auch von sehr hohen Portfoliowerten. Das heißt, man muss das Geld auch lange zusammentragen und verliert durch einen 40%-Puffer auch lange Zeit Rendite.
 
Sagen wir mal wir sprechen von einem Portfolio mit 500k €. Dann sprächen wir bei einem Goldanteil von 40% ja von 200k €. Die schaufelt man aber nicht kurz vor dem Rentenbeginn mal eben noch ins Portfolio – im Gegenteil, da will man ja vielleicht alles schon etwas ruhiger angehen lassen. Das heißt, man schichtet entweder irgendwann um oder man beginnt relativ früh mit dem Aufbau des Zeltes. Also so … 10 Jahre vorher? 15? In beiden Fällen verliert man aber irgendwo auf dem Weg (mögliche) Rendite.
 
Ich frage mich daher, ob man da nicht am Ende auf die falsche Zahl, nämlich den Entnahmeanteil, optimiert. Wichtig ist ja am Ende eigentlich der Entnahmebetrag. Plastisch gesprochen: 5,5% von 500k € wären monatlich rund 2.300 €, aber 4% von 700k € wären sogar noch ein paar Euro mehr. Und da der Goldanteil ja gerade nicht großartig im Wert ansteigt, hilft er ja bei der vorherigen Wertentwicklung auch nicht so richtig gut mit.
 
Von daher kann man das Thema Entnahme aus meiner Sicht nicht wirklich isoliert betrachten, weil es eng mit der eigentlichen Investmentphase verzahnt ist. Oder anders: „Wir starten einmal eine Entnahmephase mit abbezahltem Haus und einmal in einer Mietwohnung bei gleichem Portfoliowert“ wirkt sich natürlich positiv auf das Haus-Szenario aus, lässt aber außer acht, dass das Haus ja vorher auch abbezahlt und instandgehalten werden musste, während das überschüssige Geld vom Mieter bereits investiert war. Wodurch der Portfoliowert am Ende niemals gleich hoch rausgekommen wäre. 😉
 
Bei beiden Fragen gilt: Oder ist das irgendwie schon mit eingerechnet/hab ich da was übersehen? 🙂
 
Schönes Wochenende!

Sven
Sven
Reply to  Georg
1 Monat zuvor

Danke für die Blumen. 😉
 
Kleine Manöverkritik zu den historischen Daten: Wenn die von 1975 bis 2020 laufen, dann sind das 45 Jahre. Eine deiner Grafiken geht aber bis 50, die andere bis 60 Jahre Entnahme. Das wäre ja dann schon etwas fragwürdig.
 
Zudem sollte der Zeitrahmen ja immer derselbe sein. 540 mögliche Einstiegspunkte klingt zwar nach viel, aber wenn man 530 wählt, dann bleiben an historischen Daten ja nur noch 10 Monate übrig, die das Depot laufen könnte?
 
Methodisch sauberer wäre es aus beiden Gründen, einen deutlich längeren Datenbestand zu nehmen und dann Anlagefenster drüberzulegen. Also beispielsweise immer 30/40/50 Jahre Entnahme, Startpunkt bei 1950, 1951, …, 1970.
 
Ein weiterer Punkt ist das Auswählen der sicheren Entnahmerate. Vom schlechtesten aller Worst-Cases auszugehen klingt zwar erstmal sinnvoll, andererseits irgendwie auch typisch deutsch. 😀 Wenn man beispielsweise mit o.g. Verteilungen arbeitet, könnte man sich fragen: Wie sieht eine Allokation aus, bei der das Depot zu 90%, 95% oder auch 98% Wahrscheinlichkeit durchhält (korrekter natürlich: durchgehalten hätte). Hintergrund dafür ist einerseits, dass man so etwas die wirklichen extremen Ausreißerwerte einhegt, andererseits, dass man ja immer noch Mensch ist. Jüngstes Beispiel: Wenn man genau an dem Tag mit der Entnahme beginnen will, an dem der Corona-Crash da ist, ja dann wartet man vielleicht lieber nochmal zwei Monate und schöpft erstmal vom Tagesgeld. Isst seine gehamsterten Nudeln. Braucht ja eh gerade keinen Sprit für das Auto, weil man Zuhause bleibt. Vielleicht entnimmt man doch eher monatsweise als, wie vorher geplant, gleich fürs ganze Jahr. All solche Sachen. 😉
 
Zu guter Letzt: Wenn man schon bis aufs drei Dezimalstellen mit Kursverläufen und Allokationen jongliert, dann ist ein saloppes: „Joa, also dann am Ende schnell ETF liquidieren und danach in Gold stecken“ sicherlich ein berechtigter Gedanke, müsste aber streng genommen dann auch nochmal den nächsten Excel-Test bestehen. 😀
 
Was – glaube ich – am Ende deines Beitrags als wertvollste Erkenntnis bleibt: Wenn schon verschiedene Asset-Klassen, dann „einfach“ dynamisch entsparen, um das Sequenzrisiko abzufedern. Nach deinen Erläuterungen auf meinen Kommentar würde ich den Rest erstmal eher unter „liefert interessante Heinweise auf Möglichkeiten, bedarf weiterer Berechnungen“ verbuchen. Aber damit hast du ja ggf. auch gleich Futter für kommende Blogbeiträge. Und in mehreren Jahren vielleicht auf einen konsolidierten Gesamtüberblick als eine Art Meta-Studie. 🙂
 
 

Matthias
Matthias
25 Tage zuvor

Hallo Georg,

erstmal ein großes Chapeau! Das war ein sehr fundierter und höchst informativer Artikel. Danke!

Ich habe dazu noch eine Verständnisfrage: Welche Rolle spielen Dividenden bei der sicheren Entnahmerate? Sind diese in der Entnahmerate enthalten oder geht es bei der Entnahmerate ausschließlich um den Verkauf von Anteilen?

Zum Hintergrund: Ich habe ein Depot mit rd. 70 Einzelunternehmen. Die anfängliche Dividendenrendite liegt durchschnittlich bei rd. 2,5 % und die jährliche Dividendensteigerungsrate bei rd. 8 %. Ohne Re-Investition der Dividenden liegt meine persönliche Dividendenrendite nach 20 Jahren bei 10,8 %. Mit Re-Investition der Dividenden sogar bei 16,7 %.

Ich vermute, dass sich die die von dir untersuchte sichere Entnahmerate ausschließlich auf den Verkauf von Anteilen bezieht. Wäre es so, könnte man die Dividenden in die eigene Entnahmestrategie einbeziehen und eine defensivere Entnahmerate wählen.

Gruß
Matthias