Warte nicht bis das Beste vorbei ist!

Warte nicht bis das Beste vorbei ist!
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Jetzt im Herbst, wenn es morgens draußen noch dunkel ist, fühlt es sich wieder unnatürlich an so früh aufzustehen. Wenn man dann abends nach Hause kommt ist es oft schon wieder dunkel, und es erscheint manchmal, als ob an diesem Tag außer der Arbeit nichts passiert ist. Eine gute Gelegenheit noch mal über alles nachzudenken und sich zu fragen, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre früher aufzuhören zu arbeiten, als es eigentlich vorgesehen ist.

Gehst du den Weg so wie ihn der Deutsche Staat für seine Bürger seit 1889 vorsieht, dann liegt wahrscheinlich noch einiges vor dir.

Es ist deshalb wichtig die Weichen rechtzeitig zu stellen, und von Anfang aufs richtige Pferd zu setzen: den global diversifizierten Aktien ETF, bevorzugt steueroptimal in der thesaurierenden Variante. So wächst das eigene Vermögen erwartungsgemäß am schnellsten.

Denn es gilt keine Zeit zu verlieren. Statistisch gesehen wird ein Mann 79, eine Frau 83,5 Jahre alt. Wir müssen uns beeilen, wollen wir noch bei guter Gesundheit die Welt erleben und verstehen, was diese im Inneren zusammenhält.

Das Endziel ist der Aufbau einer niemals versiegenden Quelle passiven Einkommens, die es dir ermöglicht vorzeitig in Rente zu gehen. Auch hier setzen wir wieder auf Aktien ETFs. Es geht also nicht ohne Risiko, denn dieses ist mit der dringend benötigten Rendite fest verbunden. Wer von im Wert schwankenden Vermögensgegenständen lebt, der geht aufgrund des Sequence of Return Risikos grundsätzlich das Risiko einer Pleite ein.

Am Ende stellt sich daher immer die ultimative Frage: wieviel traue ich mich pro Jahr von meinem Portfolio zu entnehmen? Bei der Wahl der persönlichen Entnahmerate scheiden sich die Geister, es ist wie eine Religion.

Die alles entscheidende Frage: wie hoch ist deine Risikotragfähigkeit?

Das beginnt schon mit der Frage nach der Gültigkeit des ehernen Prinzips „Never touch the principal!“, was so viel bedeutet, dass Anteilsverkäufe verboten sind. In diesem Fall darf aktuell eine Dividendenrendite von 2% p.a. erwartet werden, was einem Vermögensziel vom 50-fachen der eigenen Jahresausgaben entspricht.

Leichter hat es dagegen derjenige, der auch bereit ist das Risiko eines (temporären) Kapitalverzehrs zuzulassen. Die Betonung liegt dabei auf Risiko, denn ein Kapitalverzehr ist bei der hier so intensiv diskutierten x% Entnahmeregel keinesfalls gewiss. Vielmehr ist es wahrscheinlich die Entnahmephase trotz Entnahmen über der Dividendenrendite mit einem höheren Vermögen als zu Beginn abzuschließen.

Zuzulassen, dass das eigene Kapital eventuell verbraucht wird, erlaubt also eine höhere Entnahmerate was dementsprechend auch mit einem geringeren benötigten Vermögen einhergeht. Wie gering das benötigte Vermögen ausfällt hängt von deiner persönlichen Risikotragfähigkeit ab. Mehr als das 38,5-fache sollte es jedoch nicht sein, das wäre Verschwendung von wertvoller Lebenszeit. Mit dem 38,5-fachen deiner jährlichen Ausgaben kannst du jedes Jahr 2,6% von deinem Vermögen entnehmen, und hättest so die schlimmsten Krisen der Geschichte gemeistert.

Ich empfehle dir jedoch eine gesunde Einstellung zum Risiko, und das eigene Sparziel auf das 28,5-fache der jährlichen Ausgaben zu reduzieren. So kannst du bei einer Sparquote von 30% ca. 4 Jahre früher in Rente gehen. Hol das Beste aus deiner einen Chance heraus, indem du deine knappe Zeit maximierst!

Erklärung zur Grafik: wenn die Sparquoten-Linie die waagerechte Sparziel-Linie schneidet, dann bist du finanziell unabhängig. Auf der waagerechten x-Achse kannst du ablesen, nach wie vielen Jahren das Ziel erreicht ist. Bei weiteren Fragen zur Grafik bitte hier nachlesen.

 


Beitragsbild: Bessi, pixabay.com

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